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ZEITVERDICHTUNG

Material zur erweiterten Nomenklatur einer literarischen Gattung, Bearbeitung eines Entwurfs von 2010 , am 30.12. 2016

Posted on 30 Dezember, 2016 in Uncategorized

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Material zur erweiterten Nomenklatur einer literarischen Gattung

 

Ist das Thema in sich überhaupt nicht schlüssig,

sind die meisten Bilder schlichtweg überflüssig,

geht uns der Zusammenhang gleich flöten,

und es gibt daran auch wirklich nichts zu löten,

kurzum klingt das ganze rund raus ziellos fahrig,

ist das : Larik.

 

Wirkt der Ausdruck zäh und ohne echtes Leben,

scheint der eine Satz am nächsten dran zu kleben,

fehlt da jede Leichtigkeit im Rhythmus,

gibt’s da nix wo dein Gefühl ganz einfach mit muss,

also schlicht gesagt das Ganze klebrig teerig,

das ist : Lerik.

 

Kommt das Opus überhaupt nicht klar verständlich,

wo es hingehn soll vom Sinn her unerkenntlich,

fragst du dich noch bis zum Schluss was das denn soll,

und es wächst beim Lesen mehr und mehr ein tiefer Groll,

also null Erklärung ,keinerlei Empirik, nix als schwierig,

typisch : Lirik.

 

Wenn du merkst da ist nichts substanziell zu fassen,

kein Vergleich will zu der Wortwahl wirklich passen,

alles schwammig larifari ohne Biss,

durch die Syntax geht ein tiefer breiter Riss,

und der Klang ganz schaumig dumpf und offenporig

Ohne Zweifel so klingt : Lorik.

 

Gibt sich so ein Werk naturnah bodenständig,

von der Form her eher grob und merkbar laienhändig,

derb im Umgang mit den Mitteln seiner Wahl,

letzten Endes für den Feingeist eine Qual,

kurzum klingt’s nach Brauchtum polternd dumpf und urig

handelt es sich eindeutig um : Lurik.

 

 

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